P

Donnerstag, 3. April 2008

erstaunt (P)

"... ich dachte, daß ich dich zum Leben erwecken könnte, daß du noch für mich leben würdest, aber du bist schon lange gestorben. ... "[Gontscharow, Iwan A.: Oblomow, München 1980, S. 487, zitiert nach Luag : traurig, 11.06.2005]


Deine letzten drei Wortmeldungen an meine Adresse zusammengenommen bilden die schönste Liebeserklärung, die ich je erhalten habe.
[via Luag : mail, 01.07.2005]
Der Klinikplatz ist reserviert.
[via Luag : erleichtert, 20.05.2005].
Diane frägt: "luag?"




Glückliche Tage mit Diane in Madorf. [via Luag : glücklich, 26.07.2005]

Diane spürt den schwarzen Stachel. [Diane in Luag : offenbarung, 27.07.2005]


Ich freue mich, dass Diane mit Umsicht herrscht: "Ich liebe sie in ihrer Freigiebigkeit und Weitsichtigkeit."
[via Luag : Schwer am Überlegen, 31.08.2005].

Diane erkennt: "Es wird keine Beziehung zwischen uns geben, wenn Du mich zuerst so behandelst und mich dann um den Finger wickelst."
[via Luag : Glücklich zuerst, bedroht später, entspannt schlussendlich, 18.08.2005].


Diane und ich erleben uns vertraut und ausgelassen.
Ich genieße die Natur, die Freude von Diane, das Sprechen mit ihr und unsere Berührungen.
[via Luag : heiter, 17.10.2005]

Forderungen von Diane zerstören in mir das Gemeinsame: "Ich habe Dich stark fordernd erlebt, überlegen, ungeduldig, mit festen Meinungen, kontrollierten Gefühlen."
[via Luag : Mail, 21.09.2005]



Mit Kraft suche ich freudvolle Erlebnisse und kann mich in ihnen wohlfühlen.
[via Luag : bedrückt morgens, aufsteigend tagsüber, 27.01.2006]
Die aggressive Reaktion von Diane auf Moras Kurverlängerung empfinde ich als unangemessene Forderung.
[via Luag : Tagebucheintrag, 08.11.2005]

Die Versöhnung ist wunderschön: "wenn schon sex mit anderen frauen, dann gemeinsam."
[via Luag : SMS von Luag und Diane in Luag : nie genug, 23.02.2006]
Diane schreit ihren Ärger über meine Frauenbeziehungen heraus. Trotzig flüchte ich.
[via Diane in Luag : genug, 20.02.2006]

freudig (P)

"Bevor Friedrich Nietzsche vollkommen in den ersten Januartagen 1889 in Turin verstummt, hat Nietzsche die Welt vielleicht schon verlassen: "Ich verstumme unwillkürlich gegen Jedermann, weil ich immer weniger Lust habe, Jemand in die Schwierigkeiten meiner Existenz blicken zu lassen. Es ist wirklich sehr leer um mich geworden."[Friedrich Nietzsche - Spuren - Biographie, zitiert nach Luag : die Einsamkeit suchend, 28.02.2006]


Ich finde mühsam und durch viele Bemühungen meiner Umgebung wieder zu Freude am Leben und zu Diane: "Ich freue mich, dass sich Diane so sehr auf mich einlässt. Das wird uns später helfen."
[via Luag : glücklich, 13.03.2006]

Ich spüre, "dass andere mir alles abnehmen, wegnehmen".
[via Luag : die Einsamkeit suchend / (v)erbittert, 28.02.2006]
Dianes Forderung nach einem Umzug an ihren Wohnort lässt mich innerlich verhärten.
[Luag : zerstörerisch, 07.03.2006]


Diane akzeptiert die Blume als Zeichen der Versöhnung. "Nach einem solchen Zustand des Selbstvergessens beim Zusammensein hatte ich mich lange gesehnt."
[via Luag : wandlungsfähig, 14.05.2006]
Dianes Klagen über meine fehlende Zuwendung lassen mich innerlich verhärten.
[via Luag : Zitate vom Wochenende, 26.03.2006]
"seit dem 26. märz ist nichts mehr wie vorher und du merkst es nicht."


Ich verzichte auf die Arbeit in Inching und nehme Dianes Herausforderung an: "Mit dir wird das Leben nie langweilig. Du hältst mich innerlich immer auf Trab. DU BIST EINFACH TOLL, DIANE!"
[via Luag : SMS von Luag, 18.12.2006]
Ich ent-täusche Diane mit meiner Planung, die nächsten Monate in Inching zu arbeiten. Diane ent-täuscht mich damit, dass sie Inga den Dreier mit uns vergrault und sie den Kontakt zu Allen aufgebaut hat.
[via Luag : friedlich, 14.12.2006]


Mein Weinen und das Verständnis von Diane helfen mir, mich einigermaßen aufgehoben zu fühlen.
[via Luag : aufgehoben (nur derzeit leider), 30.12.2006]
Kontaktwünsche Anderer empfinde ich als Zumutung. Ich schlage Diane. Ich flüchte nachts aus dem Bett.
[via Luag : getrieben, 28.12.2006]



Wir finden durch Tanzen intensives Glück: "Ich freue mich darüber, dass ich mich bei Diane wieder sicher fühle."
[Luag : ruhig aufgewacht, 24.01.2007]
Ich erkenne, dass ich Diane niemals genug werde geben können. [via Luag : unter Druck, immer noch, 07.01.2007]



Stunden später bin ich sicher: "Ich liebe Dich."
[via Luag : SMS von Luag, 20.03.2007]


Tiefe Traurigkeit nach dem Liebesspiel mit Allen: "Mir wurde klar, dass ich mich von Diane trennen müsse."
[via Luag : dankbar nach traum-haften Erlebnissen, 20.03.2007]


Diane entscheidet sich für mich.
[via Luag : sicher und lebensfroh, 22.04.2007]
"kein orgasmus, keine smse ... Allen ist platt und ich hab mehr lust auf DICH"
[Luag : SMS von Diane, 01.04.2007]
Mein Selbsthass und die Eifersucht auf Allen: "Ich weiß nicht, warum Du bei mir bleibst."
[Luag: orientierungslos, 30.03.2007]

erleichtert und zuversichtlich (P)

Probleme im Wurzel-Chakra äußern sich psycho-sozial oft in den unterschiedlichen Formen von: Lebensangst, Todesangst, extremem Pazifismus, übersteigerter Aggressionsbereitschaft, Schwierigkeiten mit der Zeiteinteilung, Ungeduld und Hörigkeit. Ein Mensch mit einem gestörten Wurzelzentrum steht häufig nicht mit beiden Beinen in der Welt.
Probleme im Sakral-Chakra äußern sich psycho-sozial oft in:
Angst vor Nähe, Ekel vor der Körperlichkeit, Waschzwang und Sauberkeitsfummel, Rhythmusstörungen, Isoliertheit, Frigidität, Impotenz, Unfähigkeit zum Orgasmus, Überbewertung von Augenblicksgefühlen, Begriffsstutzigkeit, Verstandesbetontheit, Fallangst. Ein Mensch mit einem gestörten Sakral-Chakra empfindet häufig wenig bis keine Lebensfreude.
[Chakren, zitiert nach Alfred Herler]


Nicht machbar Erscheinendes wird machbar.
[via Luag : verbunden, 02.05.2007]
Ich bin voller Angst.
[via Luag : mit Verlustangst, 23.04.2007]


"du kannst mir nicht einfach deine muschi zeigen - das ist verboten!"
[via Luag : mit liebe, geduld und hingabe, 12.06.2007]
"Ich kann Dir im Moment nichts geben, Diane. Ich fühle mich nur ausgesaugt von allen."
[via Luag : abgewandt, 20.05.2007]


">ja, sofort!< neues ergibt sich nun. es ist verändert zwischen uns. ich weiß nicht, ob ich mehr oder weniger verliebt bin, diane. gehemmter bin ich allemal."
[via Luag : SMS von Luag, 15.10.2007]
Wir arrangieren uns mit dem Konflikt.
[via Luag : SMS von Diane, 13.12.2007]
Ich reagiere verständnislos und mit Rückzug, als Diane vehement mehr Unterstützung beim Umzug einfordert. [via Diane in Luag : alles nur theater, 09.08.2007]
"ich habe bloß angst. angst, ständig das falsche zu fühlen, zu denken, zu brauchen, zu wollen und dich dadurch zu verlieren." [via Luag : SMS von Diane, 30.10.2007]


Die Zeit nach Weihnachten wird trotz Dianes Befürchtungen schön. Ich verehre Dianes Genialität.
[via Luag : beschwingt, 27.12.2007]


Schweigen steht zwischen Diane und mir. Ihre Sehnsucht nach Verständnis und Nähe trifft auf meine Angst vor ihren aggressiv vorgetragenen Forderungen und meine Ablehnung. [via Diane in Luag : schweigend, 17.12.2007]


Ich gebe Diane meinen Schlüssel zu ihrer Wohnung zurück. Endlich spüre ich, dass Dianes Aggressionen nur auf mich aggressiv wirken.
[via Luag : Mail an Diane, 02.04.2008]


Ich fühle mich unfrei in Dianes Wohnung, weil ich mich nie auf ein gemeinsames Wohnen eingelassen habe; Diane vermisst Lebensper-spektiven und fühlt sich von meiner Anwesenheit als Gast gestört.
[via Luag : wach, 07.01.2008]


Diane holt mich wieder zurück.
Auch wenn ich den Grund noch nicht gefunden habe.
Mich ekelt wochenlang vor Kontakt mit Menschen.
[via Luag : schon wieder anders, 27.03.2008]

Ich schreibe diese Chronologie.
Mein Zorn auf Diane löst sich. Die Zuneigung fließt wieder.
[via Luag, 03.04.2008]


Diane reagiert aggressiv auf Fehlverhalten von L., von mir und vom Welpen. Ich antworte zuerst mit verbalem und körperlichem Angriff, dann mit Flucht und strafe Diane durch Entziehen jeder Zuwendung.
[via Luag : bereichert, 29.03.2008]

Donnerstag, 27. März 2008

schon wieder anders (P)

Noch vor einer Woche empfand ich Ekel, wenn ich Schamlippen sah. Ich habe viele Wochen lang wenig dafür getan, geschlechtliche Berührungen zu geben oder zu empfangen. Im Internet stattdessen schaute ich mir in dieser Zeit massenweise Votzen, Muschis und Yonis an - mit der Frau außenrum als Beiwerk. Neugier war da, aber Erregung keine - weder innerlich noch körperlich. Meine Leere trieb mich immer wieder zum entfremdeten Wahrnehmen.[Mail an Martina, 30.03.2008]

Nebeneinander. Begierde. Abwehr.

Bereichernde Erfahrungen mit Diane.







Gemälde: Joan Semmel. Intimacy/Autonomy, 1974

Mittwoch, 24. Januar 2007

ruhig aufgewacht (P)

Ich freue mich darüber, dass ich mich bei Diane wieder sicher fühle.

Es geht mir gut, wenn ich spüre, dass sich aus dem Nichts eine gelöste und zugewendete Stimmung ergibt.

Es ist schön, wenn das Tanzen, das bisher sehr mit Ängsten verbunden war, zu einer Annäherung zu Diane führen kann.
Heute habe ich fast ohne Unterbrechungen geschlafen. Seit zwei Monaten war mein Schlaf oft unruhig, ich wachte auf, sofort in Gedanken, grüblerisch. Allerdings stand ich morgens gerne auf und war tagsüber nicht müde. Wir waren eingeschlafen nach einer Stunde in ruhiger gegenseitiger Umarmung mit wenig Streicheln. Ich spürte, dass Diane zwar etwas verunsichert über die derzeitige Stimmung zwischen ihr und Allen war, dass sie aber das Zusammensein mit mir genoss.
Gestern morgen hatten wir Tango getanzt, zur Übung nur. Dennoch ergaben sich aus dem Tanz Berührungen. Schließlich war Diane fast nackt und wir stellten fest, dass wir argentinischen Tango sehr eng tanzen können, körperlich eng und innerlich aufeinander bezogen.

Sonntag, 9. April 2006

stärker (P)

Ich bin froh, dass ich mir gestatte, mit Diane über diese Ängste zu sprechen.

Es ist schön, bei Diane und ihren Kindern zu sein.

Ich habe seit dem Yoga-Abend Tag für Tag mehr Kräfte bekommen.
Vergangenen Mittwoch schluchzte ich am Ende des Yoga-Abends auf dem Boden liegend vor mich hin. Der Tangoabend hatte Erinnerungen an schmerzlich empfundene Erlebnisse in mir ausgelöst: Unwohl- und Versagensgefühle beim Tanzen. Hauptsächlich aber das Gefühl, am falschen Ort zu sein und potentiellen Kontaktversuchen anderer ausgesetzt zu sein.

Montag, 20. März 2006

gelöst (P)

Ostermeiers Kern nämlich heißt nicht: verfluchte Familie. Oder: verdammter Trieb. Er heißt: einsame Menschen.[Gerhard Stadelmeier (ja, der!) über Thomas Ostermeiers Inszenierung von "Trauer muss Elektra tragen" von Eugene O'Neill, in: FAZ Nr. 55 vom 6.3.2006, S. 35]

Ich bin froh, dass mich Moras Ängste und die daraus entstehende Ablehnung nicht mehr so tief treffen.

Es ist schön, dass Diane sich von mir aufheitern lässt.

Ich lache gern mit Miri über Figging und Heiratspläne mit Japanern.
Zu Mora sagte ich gestern, dass aufgrund ihres Verhaltens die Kinder das Gefühl haben, dass sie Diane ablehnen müssen.
Mora möchte für die Kinder eine eher normale oder durchschnittliche Kindheit gestalten. Sie wisse nicht, wie ein Tag bei Diane abliefe: Ob ständig der PC an sei, ob wir zusammen Pornos anschauten und ob wir in der Wohnung Gruppensex hätten. Sie möchte nicht, dass die Kinder überfordert werden.
Wir sollten im gemeinsamen Gespräch eine Lösung suchen. Sie will auch den Jugendpsychologen fragen.
Sie findet es scheiße, wenn sie über Miri erfährt, dass ich gesagt hätte, wir würden nicht mehr miteinander reden.

Dienstag, 14. März 2006

bereichert (P)

Um Wasser zu finden, bohren Sie nicht viele kleine Löcher, sondern ein tiefes Loch an einer Stelle.[Sri Nisargadatta Maharaj, Ich bin, Bd. 2 (zitiert nach Andreas Marschler)]

Ich werde nie Dianes Augen vergessen: Wie sie mich ansah, als wir uns ganz nah waren.

Es gibt es, das Glück.

Montag, 13. März 2006

glücklich (P)

falls ich träume,
bitte nie mehr wecken.
[Eintrag in Dianes Tagebuch, heute]

Ich freue mich, dass sich Diane so sehr auf mich einlässt. Das wird uns später helfen.

Es erleichtert mich, dass sich mein Leben mit Altenbetreuung, Sterbeseminar, Umbau des Unternehmens und mit der Beziehung zu Diane rund anfühlt.

Es ist schön, dass Menschen auf mich zugewendet reagieren und dass der Geschäftston zur Zeit weniger dominiert (Gruß an Lotusblüte).

Die Fahrt von Diane hierher nach Roberau über die weiten Schneeflächen war kurzweilig und - wie das Wochenende - fast ein Geschenk.
Diane schwebt. Es geht auch nicht anders nach diesen drei Tagen mit ihr zusammen, mit einigen wenigen Unternehmungen und für uns beide völlig neuen sexuellen Erlebnissen: Zärtlichkeit, ein wenig ritualisiert, in die Nähe des Heiligen verschoben. Berührungen, nur an wenigen Körperstellen, dafür konzentriert. Spannung, kaum vom Denken beeinflusst, auf- und abschwellend.

Meine Schwiegermutter verabschiedet mich mit lächelndem Gesicht, aber mit eindeutigem Händedruck in Richtung Tür.

Die Nähe zu meinen Kindern nimmt ab. Außer zu Miri, die seit August mehrere Flugstunden entfernt lebt.

Dienstag, 7. März 2006

zerstörerisch (P)

Ihr gewöhnlicher Fehler in der Voraussetzung ist, dass sie irgend einen consensus ... über gewisse Sätze der Moral behaupten und daraus deren unbedingte Verbindlichkeit, auch für dich und mich, schliessen; oder dass sie umgekehrt, nachdem ihnen die Wahrheit aufgegangen ist, dass ... die moralischen Schätzungen nothwendig verschieden sind, einen Schluss auf Unverbindlichkeit aller Moral machen: was Beides gleich grosse Kindereien sind.[Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft, 1882, Fünftes Buch, 345]

Es ist gut, dass ich im Geschäftlichen wieder sicherer werde.

Ich arrangiere mich mit meiner Unverbindlichkeit im Umgang mit Anderen.

Diane leidet unter meiner Härte, die sich nicht nur in meiner Ablehnung eines Umzugs äußert sondern auch meine Kontaktformen auf ein unverbindliches Maß reduziert.
Renate führte heute ein Höflichkeitstelefonat mit mir. Sie treibt Sport in der Kurklinik. Ihr Verlobter Gerhard ist die nächsten Wochen wegen einer neuerlichen Chemotherapie im Krankenhaus.
Miri schickt mir einen Monat nach meinem Geburtstag aus ihrem Gastland eine Glückwunschkarte ("Happy Birthday Dir altem Sack").
Hari sucht den Körperkontakt mit mir.
Jess sorgt sich über meinen Alkoholkonsum und meine Traurigkeit.
Mora fängt die Sorgen von Jess telefonisch ab und motiviert die Taufpatin zu einer Kontaktaufnahme mit Jess.
Kerstin freut sich über ihren Welpen und gestaltet ihre Wohnung.
Eleonore versucht, meinen Selbsthass einzudämmen und mir Mut und Zuversicht zu vermitteln.
Meine Schwester Bell gratuliert mir zum Namenstag.

luag

Tagebuch in der Lebensmitte

Personen


Luag: Auf dem Weg zur Lebensfreude

Diane: Partnerin ab 07.2005

Allen: Dianes Freund zwischen 12.2006 und 03.2007

Mora: Ehefrau, seit 07.2005 getrennt lebend, seit 11.2005 mit Robert verbunden
Miri, Hari, Jess: Töchter
Fried, Bell, Pete, Lola: Brüder / Schwestern

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