D - E

Mittwoch, 4. Juni 2008

schnell aufschreiben...! (D - E)

ich bin veränderungsbereit.[luag, heute mittag]

Sonntag, 1. Juni 2008

über die schwelle (D - E)

Die Krise zerrt die Erkenntnis aus unserem Kopf in unser Herz und in unseren Körper. Sie bringt uns dazu, für unseren Glauben einzustehen, Risiko zu wagen, Grenzen zu ziehen oder sie zu überwinden.[zurhorst, liebe dich selbst]

Stellst dich in Sturm und Schreist,
ich bin hier ich bin frei,
alles was ich will ist Zeit,
ich bin hier ich bin frei,
Stellst dich in Sturm und Schreist,
ich bin hier ich bin frei,
ich bin hier ich bin frei.
[juli, die perfekte welle]

casa

luag herzenswünsche abschlagen... das kann ich auf dauer nicht. dann lieber die eigenen, begrenzenden ängste überwinden und den moment ergreifen, an dem es geht - sich auf einen fremden weg führen lassen, sich öffnen für die unbekannte lust, das eigene erleben schenken, die überraschung, die freude, das einlassen, die hingabe. liebe.

Mittwoch, 28. Mai 2008

zurück in die zukunft (D - E)

CIMG2141

ich hatte nicht mehr mit ihm gerechnet. als er vor der tür stand, war ich richtig erschrocken. aber bevor ich zurückweichen konnte, war er den schritt auf mich zu schon gegangen. "diane, du alte ratte!" er zog mich aufgewühlt, aber sanft an sich. er hielt mich ganz fest und nah bei sich, ohne mir weh zu tun. ich spürte unter meinen händen seinen warmen, vertrauten körper und wie die mauer in mir zusammenfiel bis auf den letzten stein. dahinter lag diese zärtlichkeit, von der ich nicht mehr gewußt hatte, ob sie in mir überhaupt noch existierte. und die bereitschaft, sich erneut einzulassen mit haut und haaren, mit meiner ganzen seele. die gewißheit, daß er es ist.

Montag, 26. Mai 2008

paris (D - E)

Meinen Wunsch, den ich mit Paris verbunden habe, konntest Du nicht erfüllen.[luag, gestern per mail]

lachaisegefreut hat mich:
unterwegs, auf reisen, neugierig, offen für das fremde, freude über die sprache, das essen, die vielen eindrücke. voller bewunderung für die fremde kultur. paris hat mir gut getan, das geschenk in seiner ursprünglichen absicht ist angekommen.

geekelt hat mich:
luag wollte offenbar nur sex. am liebsten mit fremden frauen in irgendwelchen clubs, in die ich ihn begleiten sollte, worauf ich überhaupt keine lust habe. da wir in die clubs nicht gingen, sollte wenigstens ich ihm mein loch hinhalten. im alltag zeigt er mir müdigkeit, interessenlosigkeit, ablehnung, unverständnis, schlechte laune und ebensolches benehmen. aufmerksam wird er nur beim anblick meiner muschi oder meines slips, da schlabbert er sich vor lauter gier die lippen ab. mit dem gefühl, ausschließlich reduziert zu werden auf den eingang zwischen meinen beinen, vergeht mir jede lust an sexualität.

seelische highlights:
der gemeinsame spaziergang über den cimetiere du pere lachaise, ein sexfreies streicheln über meinen rücken, ein zärtlicher, aufmerksamer kuss. die gegenseitige fürsorge auf der ermüdenden rückfahrt. der eindruck, luag wolle mir eigentlich was gutes mit der reise tun. sein interesse an der stadtentwicklung und den vororten von paris. die mühe, die er sich mit der planung der reise, den vorbereitungen rund ums auto, der betreuung des autos in paris, der hilfe bei der sprache gemacht hat. und daß luag ein glas für mich geklaut hat.

ich hätte in paris gern:
mit luag geschlafen - einfach aus freude an der reise, als zärtlicher abschluß eines eindrucksvollen tages und um ein wenig von der freude, die er mir mit der reise gemacht hat, an ihn zurückzugeben. es ging nicht, weil er es von mir erwartete und weil ich zudem abends viel zu müde war. aber es wäre gestern abend gegangen und ich dachte, er würde meine zeichen verstehen... aber er hat nichts gespürt.

Montag, 14. April 2008

beim nachspüren (D - E)

aus dem gedächtnis:
"eigentlich will ich gar nicht mehr, aber ich treffe sie nächsten donnerstag."
"die andere frau ist keine gefahr, nur wir beide können uns gefährlich werden, diane."
"ich lasse mich nicht von dir einschränken und erziehen!"
"ich weiß nicht, warum ich hier bin - einfach, weil es mich zu dir hinzieht."
"ich bin gekommen, weil ich dich trösten wollte."
"nach drei minuten bin ich schon wieder in der verteidigungshaltung."
"wir haben gleich am donnerstag miteinander geschlafen, es war sehr schön."
"wir haben die tage vorher und nachher viel miteinander telefoniert. die gespräche haben mir gut getan."
"dieser kraftaufwand, miteinander zurechtzukommen!"
"du bist ein harter brocken, diane. ich soll mich hier im aldi entscheiden? jetzt sofort?"
"jetzt hast du wieder alles erreicht, du alte ratte! aber was bekomme ich dafür? wir haben noch nicht abgesprochen, was wir in zukunft anders machen, wie wir uns in krisen verhalten wollen."
"alles erledigt. sie war sehr still. sie ist enttäuscht. sie hat mir ja auch viel geholfen."
"wir müssen die listen füreinander machen - was wir überhaupt nicht aushalten und was wir uns wünschen."
"ich dachte auch: oh nein, jetzt fängt das alles wieder von vorne an."
"wir drehen jetzt unseren eigenen film, diane. das ging mit mora nie. sie wollte keinen eigenen film."
"es war standardsex. wir waren im bett immer unterwegs, sie bewegt sich sehr viel. ein bißchen wie hunde untereinander. aber es muß alles leider sehr hygienisch sein. den finger im popo mag sie nicht. ich habe ihr auf den hintern gehauen, darauf hat sie reagiert. einen orgasmus hatte sie wahrscheinlich nicht, aber ich habe aus versehen abgespritzt. nein, nicht in ihr - auf den bauch. sie ist mit meinem sperma auf dem bauch abends schlafen gegangen, hat sie mir gesagt. ich habe mich auch zwei tage lang nicht geduscht, ich rieche nach erdbeeröl. das hatte ich ihr als geschenk mitgebracht. vorher sagte sie, sie wolle zärtlichkeit, hinterher sagte sie, der sex hätte härter sein dürfen, auch anal wäre ihr recht gewesen. aber um härter zu stoßen, war ich nicht steif genug."
"daß du dich mit mir über mein schönes erlebnis freuen kannst, finde ich toll!"
"ich habe das video nicht anschauen können, nur die ersten vierzig sekunden. ich bin heute immer nah an den tränen."
"du bist so liebevoll zu mir. wie habe ich dich mit meinem hass gequält!"
"jetzt beginnt alles von vorne, diane!"

Samstag, 12. April 2008

aus dianes tagebuch (D - E)

alles neu
ich wußte es -
wenn er vor mir steht,
bricht mein gerüst aus
zorn und vernunft
mit einem lächeln
zusammen.

er ist es.
ich bin es.

Dienstag, 8. April 2008

aus dianes tagebuch (D - E)

zuviel des schlechten
ja, es handele sich auch um rache
und um bestrafung, aber auch um neugier.
es interessiere ihn doch sonst nichts.

nein, auch ich interessiere dich nicht.
aber ich bin mir zu schade, um ewig
für deine rache herzuhalten, während
die andere zärtlichkeit bekommt.

er lasse sich nicht einschränken und bestimmen!

lebwohl
hab ich gesagt und
nimm alles mit, ich möchte nicht,
daß du wiederkommst.

ende (D - E)

so, nun bist du ganz frei, luag.
nichts auf der welt schränkt dich mehr ein.

und niemand liebt dich mehr -
aber du willst ja vom lieben sowieso nichts wissen.

aus dianes tagebuch (D - E)

erstarrt
Ich bin gestärkt und für Dich da - für Dich.
Ich halte Dich aus.
Ich umarme Dich, gebe Dir einen zarten Kuss
auf Deine schöne Lippen.
Lehn Dich an!
Ich liebe Dich, Diane.!!!

am 30. habe ich eine annonce aufgegeben.
wir haben fotos getauscht und telefoniert.
ich will kontakt und vögeln, sie reagierte auf "tantra".
jetzt donnerstag treffe ich sie.

Donnerstag, 3. April 2008

haltlos (D - E)

Ich habe Angst; die Logik des Lebens will, daß ich in dem Augenblick, da ich ihm alles übrige opfere, Renaud verschwindet; ein plötzliches Verschwinden sähe ihm nur zu ähnlich, ich bin nie sicher, ihn daheim wieder vorzufinden, wenn ich weggehe, und so lange wie heute bin ich nie weggewesen.

Seine Augen überfliegen die vier Horizonte; er ermißt, was die Welt hier, dort, da drüben ihm verheißt. Er blickt wieder mich an; er schaut abermals ins Weite. Sein Gesicht ist tot, völlig verzweifelt. Ja, er ist tatsächlich indifferent; ein für allemal ist das Leben ihm nicht genug.

Ich versuche in einem fort, der Liebe zu entschlüpfen, aber sie kriegt mich immer wieder zu fassen, und zwar im unwahrscheinlichsten Augenblick. Du hast es ja erlebt. Ich bin vor ihr weggelaufen und habe sterben wollen, und als ich dann tot war, was finde ich? Die Liebe. Nochmals sie. Ich wette um ein Glas Bier: wenn ich endgültig im Grabe liege, dann werde ich das Opfer einer Leichenschänderin..."
[christiane rochefort, das ruhekissen]

wie fühlst du dich nach dem lesen unseres weblogs, diane? ändert sich jetzt auch dein weblog? :-x[sms von luag, heute, 17:31]

ich weine seit gestern mittag.

luag

Tagebuch in der Lebensmitte

Personen


Luag: Auf dem Weg zur Lebensfreude

Diane: Partnerin ab 07.2005

Allen: Dianes Freund zwischen 12.2006 und 03.2007

Mora: Ehefrau, seit 07.2005 getrennt lebend
Miri, Hari, Jess: Töchter
Fried, Bell, Pete, Lola: Brüder / Schwestern

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